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Die UNESCO

Die UNESCO

Am 7. Juni jeden Jahres feiert die UNESCO ihren Welterbetag. In diesem Jahr gab es unter www.unesco-welterbetag.de erstmals die wunderbare Möglichkeit, das deutsche Welterbe auch digital zu erkunden.

Im Zuge dessen haben sich einige von Euch einen Blogartikel zur UNESCO und dem Welterbe gewünscht. 

Los geht’s hier mit dem 1. Teil und Euren Fragen zur UNESCO!

Foto: Screenshot der Homepage, www.unesco.de

Was bedeutet UNESO? – Das Grundsätzliche

Der Begriff UNESCO stammt nicht aus dem Deutschen, sondern ist ein Akronym der englischen Bezeichnung der Organisation. Als „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization“ gehört die UNESCO zu den Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, die rechtlich, organisatorisch und finanziell selbstständig arbeiten. Als eine der siebzehn international agierenden Sonderorganisationen liegt das Augenmerk dabei auf Bildung, Wissenschaft und Kultur. Neben ihrem Bildungsauftrag und der Förderung von Wissenschaft und Menschenrechten verbinden wir die UNESCO aber meistens mit einem ihrer Teilbereiche - der weltweiten Erhaltung und dem Schutz von Kultur- und Naturgütern.

Wer hats erfunden? – Die Geschichte

Vor knapp 75 Jahren sprachen die französische und die englische Regierung eine Einladung zu einer Konferenz der aus, bei der die Themen Bildung und Kultur im Mittelpunkt standen. 

Viele verschiedene Nationen folgten der Einladung Anfang November 1945 und innerhalb von zwei Wochen erarbeiteten sie eine Verfassung für die neue Organisation, die am 16. November 1945 von 37 Staaten unterzeichnet wurde. 

In der Verfassung geht der Auftrag der UNESCO klar hervor: Eine internationale Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Völkern in Hinblick auf Bildung, Wissenschaft und Kultur soll zur Wahrung des Friedens und zur Sicherung der Menschenrechte erreicht werden.

Fast genau ein Jahr später, am 4. November 1946, wird die UNESCO offiziell gegründet.


Wer gehört alles dazu? – Die Mitgliedsstaaten

Die Zahl der Mitgliedstaaten stieg im Laufe der Jahrzehnte deutlich an. 1951 trat die Bundesrepublik Deutschland bei und 1972 die Deutsche Demokratische Republik. Heute zählt die UNESCO 193 Mitgliedsstaaten. Dazu kommen noch acht weitere assoziierte Gebiete, wie beispielsweise Aruba, die Kaimans oder die Färöer-Inseln. Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel gehören inzwischen aber nicht mehr zu den Mitgliedern der UNESCO. Ihren Austritt im Jahr 2018 löste unter anderem der Beitritt Palästinas, sowie die mögliche Wahl des als antisemitisch geltenden Katarers al-Kawari zum Generaldirektor aus.

Wie sieht es in Deutschland aus? - Die Nationalkommission

Der deutsche Arm der UNESCO, der unabhängig von der Mutterorganisation arbeitet, heißt Deutsche UNESCO-Kommission. Sie ist als Mittler für die eigentliche Organisation tätig und arbeitet beratend. Genauso wie Deutschland haben auch andere Mitgliedsstaaten der UNESCO eine eigene Nationalkommission in ihren Ländern. Diese kümmern sich jeweils um die nationale Umsetzung der verschiedenen Projekte der UNESCO. Die Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen - Beauftragte der Bundesregierung, Kulturvertreter der Länder und gewählte Experten beziehungsweise Institutionen arbeiten Hand in Hand.


Was macht die UNESCO konkret? – Die Aufgaben

Die Aufgaben der UNESCO sind weitaus vielfältiger, als oft gedacht. 

Direkt nach der Gründung 1945 stand der Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Kultur- und Bildungsstätten im Vordergrund. Im Bildungssektor liegt der Fokus der Organisation heute vor allem auf „Education for All - Bildung für Alle“, wie ein 1990 gestartetes Aktionsprogramm zeigt. Auch im Bereich der Wissenschaftsethik, dem Erhalt der Artenvielfalt oder dem weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser engagiert sich die UNSECO.

Da fehlt doch noch was? – Das Welterbe

Der dritte große Sektor, mit dem die meisten Menschen die UNESCO in Verbindung bringen, ist der kulturelle Bereich.

Neben kultureller Bildung steht die UNESCO vor allem für eine Bewahrung von Kultur- und Naturgütern ein. Sicherlich kann jeder mindestens ein kulturelles oder natürliches Erbe nennen, das den Titel Welterbe der UNESCO trägt. Die dazu 1972 verfasste Welterbe-Konvention ist ein Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, das bis heute Gültigkeit hat. Mit der Einführung des Titels Welterbe erschuf sich die UNESCO ein Instrument, das der Verwaltung und dem Schutz des Welterbes der Menschheit dient. Gleichzeitig unterliegt der Begriff dauerndem Wandel und erweiterte sich Laufe der Zeit immer weiter, sodass heute beispielsweise auch immaterielle Formen dazu zählen.


 

Viele weitere interessante Infos dazu findet ihr auf der Website und

den Social Media Kanälen der deutschen UNESCO Kommission:

Welche verschiedenen Formen von Welterbe es gibt, was Welterbe in Gefahr bedeutet und wie so ein Welterbe überhaupt bestimmt wird, das lest ihr nächsten Mittwoch im 2. Teil über das Welterbe!

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